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Business Casual: Mehr Freiheiten im Büro

Den sogenannten Casual Friday kennt man allein schon vom Hörensagen aus dem amerikanischen Arbeitsalltag kleinerer Firmen und großer Unternehmen. Zunehmend setzt sich der lässige Look auch in deutschen Büros durch. Business Casual bedeutet jedoch nicht, dass die Herren und Damen der Schöpfung jetzt im Jogger ins Wochenende starten können. Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengestellt.

Lässige Eleganz statt Schmuddel-Look

Nun muss man sich für diesen neuen Look nicht gleich individuelle Poloshirts bedrucken. Wenn auch modische Freizeitelemente den Business Casual Stil modisch auflockern, ist die passende Kleidung doch nicht mit grenzenlosem Verständnis von Freizeitkleidung gleichzusetzen. Hinsichtlich der Kleiderordnung finden sich besonders in diesem Bereich viele unausgesprochene Regeln, die als selbstverständlich vorausgesetzt werden. So locker das Arbeitsumfeld auch scheint, ein paar Modesünden gehen gar nicht und sind vor allem im direkten Kundenkontakt tabu. Schlabberige T-Shirts etwa oder Sweatshirts mit Löchern bleiben höchstens noch für größere Renovierungsarbeiten angemessen und wirken beim sonstigen Einsatz doch arg respektlos und ungepflegt. Demonstrative Lässigkeit lässt sich aus solchen Fauxpas jedenfalls kaum mehr rauslesen. Auch vermeintlich modische Flippigkeit mit kragenlosen Hemden, wilden Nähten und Rissen im Vintage-Schick oder ausgewaschene Jeans gehört weiterhin in den Freizeitbereich, aber nicht ins Arbeitsleben.

Elegante Freizeithosen fürs Büro

Nichts darf man? Mitnichten, aber mit den Freiheiten mehren sich eben auch solche Regeln, die aufgrund des geringen Spielraums an Möglichkeiten beim klassisch dreiteiligen Anzug kaum nötig sind. Aus dem Korsett der Anzugträger befreit, ist mancher heutzutage vor die Unsicherheiten der Kleiderwahl gestellt. Es empfiehlt sich auch, zumindest im terminierten Kontakt mit den Kunden so eine Garnitur vorrätig zu halten. Kompetenz spiegelt sich eben auch im Bereich der Mode vom ersten Augenblick wider, das darf man nicht vergessen. Freizeithosen sind plötzlich erlaubt, Jeans aber eher nicht, doch einfarbige Stoffhosen in Khaki oder die modische Chino-Hose bieten wiederum eine willkommene Abwechslung. Untenrum hat sich also nicht auffällig viel verändert, könnte man meinen, und doch sitzen die Hosen in der Regel spürbar legerer und weniger streng wie die herkömmliche Anzughose mit Bügelfalte. Dazu lassen sich sportliche Lederschuhe anstelle überzogener Lackschuhe besser tragen.

Klassische Sportlichkeit für Obenrum

Oberhalb der Gürtellinie wird die Variation innerhalb lässigen Business deutlich vielfältiger. Sportliche Hemden im Oxford-Look und farbigere Elemente sind erlaubt und ebenso Polohemden, solange ein applizierter Kragen wenigstens noch seriöse Standfestigkeit vermittelt. Im Sommer ist sogar kurze Hemdsärmeligkeit okay, um den steigenden Temperaturen angemessen zu begegnen. Anstatt des strammen Jacketts kann man die neuen Oberteile mit leichten Pullovern aus Wolle oder einer eleganten Strickjacke kombinieren und die Krawatte sogar ganz weglassen.